Odoo 18: Neuerungen im Überblick
Kurz gesagt
Odoo 18 erschien im Oktober 2024. Die Release Notes listen die Neuerungen nach App, ordnen sie aber keiner Edition zu; für den DACH-Eintrag ist der DIN-5008-Bericht über den öffentlichen Community-Zweig 18.0 als Community-Funktion belegt. Weil die offizielle Editionsübersicht nur ganze Apps zuordnet und nur den Stand ihres Abrufs zeigt, prüfen Sie jede Neuerung in Ihrer eigenen Datenbank.
Das Wichtigste
- Odoo 18 erschien im Oktober 2024; die Release Notes ordnen die Neuerungen nach App und nennen keine Edition.
- Der DACH-Eintrag der Release Notes nennt den DIN-5008-Bericht, der in XML statt in Python umgesetzt ist.
- Das Modul l10n_din5008 liegt im öffentlichen Community-Zweig 18.0 (Abhängigkeit account, Lizenz LGPL-3); damit ist der Bericht für die Community-Edition belegt.
- Nach der offiziellen Editionsübersicht (Abruf 14. Oktober 2026) liegen Buchhaltung, Dokumente, E-Signatur und Wissensdatenbank nur in Enterprise; Verkauf, Lager, Kassensystem, Website-Builder, E-Commerce, Dialog und Projekt in beiden; die Übersicht ordnet Apps zu, nicht einzelne Neuerungen.
- Das Produktformular in Verkauf ersetzt die Typen Lagerfähiges Produkt und Verbrauchsartikel durch Waren.
- Das Frontend des Kassensystems wurde laut Release Notes vollständig neu gestaltet.
Odoo 18 kam im Oktober 2024 auf den Markt; aktuelle Version ist 20 vom September 2026. Die Neuerungen von 18 stehen in zwei offiziellen Dokumenten: den Release Notes zu 18 und der Produktdokumentation 18.0. Die Liste unten ordnet je App einen Eintrag ein. Welche Edition eine Neuerung erreicht, steht nicht in den Release Notes: Die Zuordnung liefert allein die offizielle Editionsübersicht, und diese ordnet ganze Apps zu, keine einzelnen Funktionen.
Wo die Neuerungen von Odoo 18 stehen
Die Release-Übersicht von Odoo nennt zu jeder Hauptversion den Erscheinungsmonat: 18 im Oktober 2024, 19 im September 2025 und 20 im September 2026. Zu 18 gehören zwei Dokumente: die Release Notes als eigene Seite in deutscher und englischer Fassung und die Produktdokumentation, die dieselbe Version als 18.0 führt.
Die Release Notes sind nach Apps aufgebaut. Vorne stehen Allgemeines, Branchen, Buchhaltung und Lokalisierungen, danach folgen die App-Abschnitte von Termine bis WhatsApp. Landesspezifische Punkte sammelt der Abschnitt Lokalisierungen, der alphabetisch nach Ländern sortiert ist. Ein Tagesdatum innerhalb des Monats nennen die Seiten nicht.
Die Neuerungen nach App im Überblick
Die Tabelle nennt je App einen Eintrag aus den Release Notes zu 18 in eigenen Worten. Die Auswahl ist redaktionell. Die Release Notes ordnen ihre Einträge keiner Edition zu; die Editionszuordnung steht im nächsten Abschnitt.
| App (englischer Name) | Neuerung in 18.0 |
|---|---|
| Buchhaltung (Accounting) | Verbesserter Audit-Trail, in den Notes ausdrücklich mit Bezug zur GoBD-Zertifizierung in Deutschland |
| Buchhaltung (Accounting) | Kreditkartenjournal als neuer Journaltyp für Kreditkartenzahlungen, Kontoauszüge und Abstimmung |
| Buchhaltung (Accounting) | Mahnungen und Kundenkontoauszüge zusammengeführt, Partnerbuch überarbeitet |
| Lokalisierungen – DACH | DIN-5008-Bericht für die DACH-Region in XML statt in Python umgesetzt |
| Verkauf (Sales) | Produktformular überarbeitet: die Typen Lagerfähiges Produkt und Verbrauchsartikel heißen jetzt Waren, das Feld Verfolgt steuert die Verfolgung |
| Verkauf (Sales) | Kombinationsprodukte in Verkaufsapp und E-Commerce |
| Lager (Inventory) | Push-Regeln lösen erst beim Validieren eines Transfers aus; mehrstufige Standardrouten neu gestaltet |
| Lager (Inventory) | Lieferrückstände im Voraus: Kommissionierung vor dem Validieren aufteilen |
| Kassensystem (Point of Sale) | Neues Frontend des Kassensystems mit Fokus auf Einfachheit und Benutzererlebnis |
| Kassensystem (Point of Sale) | Zahlungen per QR-Code: Kunden zahlen über ihre Bank-App |
| Kassensystem (Point of Sale) | Produkte direkt im Kassensystem anlegen und bearbeiten |
| Website | Cookie-Verwaltung und Google Consent Mode v2 in den Website-Einstellungen |
| E-Commerce | Bestellen & Abholen: die Kundschaft prüft den Geschäftsbestand und holt im gewählten Geschäft ab |
| Dialog (Discuss) | Unterthreads für Nebendiskussionen innerhalb eines Kanals |
| Dokumente (Documents) | App neu gestaltet, neue Rechte sowie Ordner- und Freigabeverwaltung |
| E-Signatur (Sign) | Signatur aus jedem Dokument anfordern, Erinnerungen abschaltbar |
| Wissensdatenbank (Knowledge) | Neue Suchoberfläche für die Artikel |
| Projekt (Project) | Burn-up-Diagramm für die Projektanalyse |
Was die Release Notes und die Editionsübersicht über Editionen sagen
Die Release Notes zu 18 nennen weder in der deutschen noch in der englischen Fassung eine Edition. Die Zuordnung zur Edition liefert allein die offizielle Editionsübersicht (Community gegenüber Enterprise); sie listet Apps, keine einzelnen Funktionen. Am 14. Oktober 2026 abgerufen, ordnet sie Buchhaltung, Dokumente, E-Signatur und Wissensdatenbank nur der Enterprise-Spalte zu; Verkauf, Lager, Kassensystem, Website-Builder, E-Commerce, Dialog und Projekt stehen in beiden Spalten. Das ist der Stand des Abrufs zur damals aktuellen Version 20 und eine Aussage über Apps, nicht über die einzelnen Neuerungen von 18.0; ob eine bestimmte Funktion in Ihrer Edition läuft, sagt die Übersicht nicht.
Eine Zuordnung lässt sich für 18.0 selbst belegen: Der DACH-Eintrag der Release Notes, der DIN-5008-Bericht, sitzt im Modul l10n_din5008 des öffentlichen Community-Zweigs 18.0 (Abhängigkeit Rechnungswesen, englisch account; Lizenz LGPL-3). Damit ist er für die Community-Edition belegt. Ob er auch in der Enterprise-Edition läuft, lässt sich aus dem Community-Quellcode nicht ableiten.
Prüfen Sie deshalb jede Frage nach der Edition in Ihrer eigenen Datenbank; die Unterschiede zwischen den Editionen allgemein behandelt der Artikel Community oder Enterprise.
Was sich für Deutschland, Österreich und die Schweiz ändert
Im Abschnitt Lokalisierungen steht diesmal ein Eintrag DACH: Der DIN-5008-Bericht für die DACH-Region ist laut Release Notes in XML statt in Python umgesetzt, was die Bearbeitung flexibler macht. Für 18.0 ist dieser Bericht über das Modul l10n_din5008 des öffentlichen Community-Zweigs belegt. Eigene Einträge für Deutschland, Österreich oder die Schweiz führt die Seite nicht; ob die Länderlokalisierungen damit unverändert bleiben, sagen die Notes nicht.
Deutschland wird außerdem bei den Verbesserungen am Audit-Trail genannt: Dort stellt die Seite den Zusammenhang mit der GoBD-Zertifizierung in Deutschland her. Die GoBD sind die Grundsätze des Bundesministeriums der Finanzen zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff; sie gelten in der Fassung vom 14. Juli 2025 (BMF-Schreiben vom 28. November 2019, geändert am 11. März 2024 und am 14. Juli 2025). Was der Audit-Trail für die Buchführung leisten muss, steht im Artikel GoBD in Odoo.
Typische Fehler beim Lesen der Liste
- Die Notes für eine vollständige Liste halten: Sie nennen je App weitere Einträge, und eigene Module sowie Studio-Anpassungen fehlen darin ganz.
- Aus den Notes eine Edition ableiten: Sie nennen keine. Die Editionsübersicht ordnet nur ganze Apps zu und zeigt den Stand ihres Abrufs; welche einzelne Funktion von 18.0 in Ihrer Edition läuft, sagt sie nicht.
- Eine App als aktiv annehmen: Ein Eintrag greift erst, wenn die App läuft; ob sie in Ihrer Datenbank aktiv ist, zeigt das Apps-Menü.
- Den Erscheinungsmonat als Tagesdatum lesen: Die Übersicht nennt nur den Monat, für 18 den Oktober 2024.
- Den DACH-Eintrag im Buchhaltungsabschnitt suchen: Er steht unter Lokalisierungen.
So gehen Sie vor
- Notieren Sie Version und installierte Apps. Die installierten Apps stehen im Apps-Menü, wo Sie jede App aktualisieren können (Dokumentation 18.0, Apps and modules).
- Streichen Sie in der Tabelle alle Zeilen, deren App bei Ihnen nicht läuft.
- Testen Sie die verbleibenden Punkte in einer Kopie der Datenbank: das Produktformular in Verkauf, die Push-Regeln im Lager, das neu gestaltete Kassensystem.
- Fehlt eine Funktion, prüfen Sie zuerst in Ihrer eigenen Datenbank und Ihrem Editionsumfang, ob sie vorhanden ist, und erst danach das Setup.
- Planen Sie den Wechsel auf eine neuere Version über den Ablauf eines Odoo-Upgrades; die Neuerungen der aktuellen Version sammelt Odoo 20: Neuerungen.