Odoo Online (Hostingmodell): Definition
Kurz gesagt
Odoo Online ist das Hosting-Modell von Odoo, bei dem Odoo die Datenbank in seiner Cloud hostet und verwaltet; der Zugriff läuft über den Browser. In Deutschland, Österreich und der Schweiz gilt: Eigener Code und Module aus dem Apps Store sind darauf nach der Dokumentation 20.0 nicht möglich; ausgenommen sind nach der Apps-Store-FAQ reine Datenmodule ohne Python-Dateien. Wer eigenen Code braucht, wechselt auf Odoo.sh oder betreibt Odoo selbst. Upgrades führt Odoo verpflichtend durch (Dokumentation 20.0, Stand 14. Oktober 2026).
Das Wichtigste
- Hostingmodell: Odoo hostet und verwaltet die Datenbank; Zugriff über den Browser.
- Grenze: Odoo Online ist mit eigenen Modulen und Modulen aus dem Apps Store unvereinbar; ausgenommen sind reine Datenmodule ohne Python-Dateien (Apps-Store-FAQ).
- Upgrades sind Pflicht: alle zwei Jahre je Hauptversion; Odoo kann sie selbst ausführen.
- Abgrenzung: Odoo.sh und eine eigene Installation erlauben eigenen Code und Drittmodule, Odoo Online nur ohne eigenen Code.
- Gilt in Deutschland, Österreich und der Schweiz gleich (Dokumentation 20.0, Stand 14. Oktober 2026).
Odoo Online ist das Hostingmodell der Odoo-Unternehmenssoftware, bei dem Odoo S.A. die Datenbank in der eigenen Cloud betreibt und verwaltet. Der Zugriff erfolgt über den Browser, eine eigene Installation entfällt.
Wozu Odoo Online dient
Nach der Dokumentation 20.0 lässt sich Odoo Online für den langfristigen Produktivbetrieb nutzen oder zum Testen von Odoo, einschließlich Anpassungen, die ohne eigenen Code auskommen. Die Wartung liegt bei Odoo. Die Datenbank liegt in einer gewählten Odoo-Hosting-Region. Das Odoo Cloud Hosting SLA nennt ein monatliches Verfügbarkeitsziel von 99,9 Prozent für die Plattform, ohne geplante Wartung; es weist dieses Ziel ausdrücklich nicht als rechtlich bindende Garantie aus und hält fest, dass einzelne Datenbanken zusätzlich vorübergehend ausfallen können. Die Datenbanken werden täglich gesichert.
Upgrades sind auf Odoo Online verpflichtend: alle zwei Jahre je Hauptversion, bei einer Zwischenversion wenige Wochen nach Erscheinen der nächsten Version. Odoo kündigt das Upgrade an und führt es bei Untätigkeit selbst aus. Auf einem eigenen Server darf eine Datenbank dagegen unbegrenzt auf einer Version bleiben.
Die Grenzen im Vergleich
Jedes Hostingmodell hat eine andere entscheidende Grenze:
| Hostingmodell | Wer betreibt | Entscheidende Grenze |
|---|---|---|
| Odoo Online | Odoo (Cloud) | kein eigener Code und keine eigenen Module; Apps-Store-Drittmodule nur als reine Datenmodule ohne Python-Dateien |
| Odoo.sh | Odoo (Cloud-Plattform) | eigener Code über GitHub möglich; Enterprise-Abonnement mit Odoo.sh-Hosting nötig |
| Eigene Installation (On-Premise) | der Betrieb selbst | eigener Server, eigene Wartung und Verantwortung |
Beispiel
Ein Betrieb möchte ein Apps-Store-Modul mit Python-Code nutzen. Die Sales Conditions lassen Drittmodule nur auf Odoo.sh und einer eigenen Installation zu, nicht auf Odoo Online (SaaS); die Store-FAQ erlaubt auf Odoo Online nur reine Datenmodule ohne Python-Dateien und verweist für die Verträglichkeit auf den Abschnitt Availability des Moduls. Der Betrieb wählt deshalb Odoo.sh oder betreibt Odoo selbst; einen Vergleich bietet Odoo hosten: Online, Odoo.sh oder eigener Server.
Grundlage
Die Modulgrenze steht in den Sales Conditions und der FAQ des Apps Store sowie in der Dokumentation 20.0 auf der Seite Odoo Online; die Pflicht zu Upgrades auf der Seite Upgrade derselben Dokumentation. Das Odoo Cloud Hosting SLA regelt Verfügbarkeit und Sicherungen. Diese Regelungen unterscheiden nicht nach Land des Kunden, gelten also in Deutschland, Österreich und der Schweiz gleich.
Nicht zu verwechseln mit
- Odoo.sh: die Cloud-Plattform für eigenen Code über GitHub, nicht dasselbe wie Odoo Online.
- On-Premise: der Betrieb auf eigener Infrastruktur mit eigener Wartung.
- Odoo Enterprise: die lizenzpflichtige Edition, nicht das Hosting.