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Odoo-Versionen: Support-Dauer und Upgrade-Rhythmus

Rechtsstand: · Aktualisiert:

Gilt für: Odoo 20.0 (September 2026); Enterprise und Community; Odoo Online, Odoo.sh, eigene Installation; Leistungen laut Abonnementvertrag; Stand 14.10.2026

Kurz gesagt

Der Standard-Support einer Odoo-Hauptversion dauert drei Jahre: auf Odoo Online, Odoo.sh und bei eigener Installation. Danach folgt der kostenpflichtige erweiterte Support, nur auf Odoo.sh (begrenzte Zahl von Versionen) und bei eigener Installation, nicht auf Odoo Online. Auf Odoo Online ist ein Upgrade verpflichtend, alle zwei Jahre je Hauptversion; auf Odoo.sh haben Sie nach dem Support-Ende zwei weitere Jahre Zeit für den Wechsel und werden benachrichtigt, wenn ein Upgrade nötig wird; bei eigener Installation können Sie bleiben, zahlen im Abonnement für eine zu alte Version aber einen Zuschlag.

Das Wichtigste

  • Standard-Support: drei Jahre ab der Veröffentlichung einer Hauptversion, auf Odoo Online, Odoo.sh und bei eigener Installation.
  • Erweiterter Support danach kostet zusätzlich; nur auf Odoo.sh (begrenzte Zahl von Versionen) und bei eigener Installation, nicht auf Odoo Online.
  • Support-Ende laut Dokumentation 20.0 (14. Oktober 2026): Version 20.0 September 2029, 19.0 September 2028, 18.0 September 2027 (jeweils geplant); 17.0 September 2026, 16.0 September 2025, 15.0 Oktober 2024.
  • Auf Odoo Online ist ein Upgrade verpflichtend: alle zwei Jahre je Hauptversion, bei Zwischenversionen wenige Wochen nach der nächsten Version. Auf Odoo.sh bleiben nach dem Support-Ende zwei weitere Jahre Zeit für den Wechsel; bei eigener Installation gibt es keine Frist.
  • Ziel eines Upgrades: eine Hauptversion mit Standard-Support oder mit weniger als sechs Monaten seit dessen Ende; im Abonnement eine der drei zuletzt veröffentlichten Hauptversionen.
  • Eine Datenbank mit eigenen Modulen lässt sich nicht upgraden, bis deren Quellcode für die Zielversion vorliegt.

Der Supportzeitraum einer Odoo-Version entscheidet zwei Dinge: wann ein Versionswechsel ansteht und welche Version Sie als Ziel wählen dürfen. Die Dokumentation 20.0 nennt dazu zwei Support-Stufen und ein Datum je Hauptversion. Ob daraus eine Pflicht wird, hängt am Hostingmodell: Auf Odoo Online greift Odoo von sich aus ein, auf Odoo.sh haben Sie nach dem Support-Ende zwei weitere Jahre Zeit für den Wechsel, auf einem eigenen Server bleiben Sie ohne Frist. Die drei Modelle stellt die Hosting-Übersicht gegenüber.

Wie lange eine Version unterstützt wird

Die Seite Standard and extended support teilt den Support jeder Hauptversion in zwei Stufen. Der Standard-Support deckt die ersten drei Jahre nach dem Erscheinen ab und gilt auf allen drei Modellen: Odoo Online, Odoo.sh und eigener Server. Nach Ablauf dieser drei Jahre beginnt der erweiterte Support; er kostet einen zusätzlichen Betrag und ist nur auf Odoo.sh, dort für eine begrenzte Zahl von Versionen, und bei eigener Installation zu haben. Auf Odoo Online gibt es ihn nicht.

Beide Stufen umfassen nach derselben Seite Helpdesk-Support, Fehlerbehebungen und Sicherheitsaktualisierungen. Im erweiterten Support werden Fehler nur behoben, soweit das technisch machbar ist. Neben den Hauptversionen erscheinen auf Odoo Online Zwischenversionen, in der Dokumentation SaaS- oder Online-Versionen genannt; sie kommen alle zwei bis drei Monate heraus und sind für den erweiterten Support nicht zugelassen.

Die Seite trägt auch einen Hinweis zur Verbindlichkeit: Sie ändert den Odoo Enterprise Subscription Agreement nicht, bei einem Widerspruch gilt der Vertrag. Die Stufen ordnet sie dem Hostingmodell zu, nicht der Edition; einen Helpdesk-Anspruch der Community-Edition ohne Abonnement belegt sie nicht. Die Leistungen selbst — Fehlerbehebung (Ziffer 4.1), Sicherheitsaktualisierungen (4.2), Upgrade (4.3) und Support (4.5) — beschreibt der Enterprise-Abonnementvertrag und gewährt sie für die Dauer eines laufenden Abonnements. Die Termine sind damit die Auskunft der Dokumentation, kein Vertragsversprechen für Ihren Einzelfall; welche Pflichten gelten, steht im Enterprise-Vertrag.

Die Support-Termine der Versionen

Die Tabelle gibt die Angaben der Support-Übersicht wieder, gelesen am 14. Oktober 2026: Erscheinungsmonat, Ende des Standard-Supports und Support-Stufe je Hostingmodell. „Erweitert (kostenpflichtig)” meint den erweiterten Support gegen zusätzlichen Betrag.

Odoo-Version Erschienen Ende Standard-Support Odoo Online Odoo.sh Eigener Server
20.0 September 2026 September 2029 (geplant) Standard-Support Standard-Support Standard-Support
19.0 September 2025 September 2028 (geplant) Standard-Support Standard-Support Standard-Support
18.0 Oktober 2024 September 2027 (geplant) Standard-Support Standard-Support Standard-Support
17.0 November 2023 September 2026 nicht unterstützt Erweitert (kostenpflichtig) Erweitert (kostenpflichtig)
16.0 Oktober 2022 September 2025 nicht unterstützt Erweitert (kostenpflichtig) Erweitert (kostenpflichtig)
15.0 Oktober 2021 Oktober 2024 nicht unterstützt Erweitert (kostenpflichtig) Erweitert (kostenpflichtig)
Ältere Versionen vor 2021 vor 2024 nicht unterstützt nicht unterstützt Erweitert (kostenpflichtig)

Drei Anmerkungen zur Tabelle. Die Termine der Versionen 20.0, 19.0 und 18.0 kennzeichnet die Seite als geplant; die übrigen sind erreicht, für 17.0 endete der Standard-Support im September 2026. Für die Zwischenversionen nennt die Tabelle kein Datum für das Ende des Standard-Supports; sie stehen nur in der Spalte Odoo Online, und die beiden älteren der dort aufgeführten (SaaS 19.1 und 19.2) führt die Seite bereits als nicht unterstützt. Die Seite ordnet die Fristen dem Hostingmodell zu; eine Unterscheidung nach Land trifft sie nicht, für Deutschland, Österreich und die Schweiz gilt also dieselbe Tabelle.

Welche Frist in welchem Hostingmodell gilt

Ob ein Upgrade verpflichtend wird, hängt vom Hostingmodell ab: Auf Odoo Online ist es das, auf Odoo.sh gilt eine längere Frist, bei eigener Installation keine. Für Odoo Online nennt die Upgrade-Dokumentation zwei Fälle: Bei einer Datenbank auf einer Hauptversion ist ein Upgrade alle zwei Jahre Pflicht, bei einer Zwischenversion wenige Wochen nach dem Erscheinen der nächsten Version. Einige Wochen vorher erhalten Sie eine Meldung in der Datenbank. Das Upgrade-Team von Odoo prüft im Stillen, ob der Umbau gelingt und weniger als 20 Minuten dauert, dann starten Sie das Upgrade selbst, sonst läuft es über den Datenbankmanager. Ohne Ihr Zutun führt Odoo es zum angekündigten Termin aus. Erweiterten Support gibt es dort nicht.

Auf Odoo.sh bleiben nach den ersten drei Jahren Support laut Upgrade-Dokumentation zwei weitere Jahre Zeit für den Versionswechsel, zusammen fünf Jahre ab dem Erscheinen; Odoo benachrichtigt Sie, wenn ein Upgrade nötig wird. Bei einer eigenen Installation können Sie unbegrenzt auf einer Version bleiben, auch wenn die Dokumentation das nicht empfiehlt: Je kleiner der Versionsabstand, desto leichter fällt der Umbau. Warum Betriebe trotzdem wechseln, steht im Abonnementvertrag: Sind Sie nicht auf einer abgedeckten Version, kann Odoo Sie zur Fehlerbehebung auf eine solche verweisen (Ziffer 4.1), und für eine zu alte Datenbank fällt der Zuschlag nach Ziffer 5.1 an.

Welche Zielversion zulässig ist

Zwei Regeln begrenzen das Ziel, und sie sind nicht deckungsgleich. Nach der Support-Übersicht darf das Ziel jede Hauptversion sein, deren Standard-Support noch läuft oder weniger als sechs Monate zurückliegt; welche Version Ihre Datenbank heute hat, spielt dabei keine Rolle. Für ein laufendes Enterprise-Abonnement ist das Ziel enger: Ziffer 4.3 des Vertrags verlangt eine neuere abgedeckte Version, und Ziffer 2 definiert die abgedeckten Versionen (Covered Versions) als die drei zuletzt veröffentlichten Hauptversionen, wobei eine neue Hauptversion einmal im Jahr erscheint. Bei einem Widerspruch gilt der Vertrag. Stand Oktober 2026 sind die abgedeckten Versionen 20, 19 und 18; Version 17.0 erfüllt zwar die Sechs-Monats-Regel der Support-Übersicht, liegt aber außerhalb der abgedeckten Versionen und ist damit kein Ziel des Upgrade-Dienstes mehr.

Eine zweite Schranke liegt in der Datenbank selbst. Enthält sie eigene Module — nach der Entwicklerdokumentation alle Erweiterungen des Standardcodes, die nicht mit Odoo Studio gebaut wurden —, lässt sie sich nicht upgraden, bis deren Quellcode für die Zielversion vorliegt. Diese Arbeit bestimmt die Vorlaufzeit, nicht der Supportkalender. Den technischen Ablauf beschreibt Odoo-Upgrade: Ablauf.

Beispielrechnung: von Version 16 auf Version 20

Beispielrechnung: Ein Betrieb arbeitet mit Enterprise-Abonnement auf Version 16.0, deren Standard-Support im September 2025 endete. Die Datenbank liegt damit auf einer Version, die älter ist als die drei zuletzt veröffentlichten Hauptversionen (20, 19, 18). Ziffer 5.1 des Abonnementvertrags sieht dafür höchstens einmal im Jahr einen zusätzlichen Betrag von 25 Prozent des Jahrespreises vor, berechnet aus dem aktuellen Preis je Benutzer und der Zahl der Benutzer und Light Users, fällig frühestens sechs Monate nach der Veröffentlichung einer neuen Hauptversion. Version 20 erschien im September 2026, der früheste Termin wäre nach dieser Rechnung März 2027. Als Ziel kommen die Versionen 20, 19 oder 18 infrage. Was der Umbau zusätzlich kostet, steht in Odoo-Upgrade: Kosten und Risiken.

Typische Fehler

  • Der Supportzeitraum wird geschätzt statt nachgesehen. Die Support-Übersicht erscheint mit jeder Hauptversion neu; hier liegt die Fassung 20.0 vom 14. Oktober 2026 vor.
  • Eine Zwischenversion wird für eine Hauptversion gehalten. Zwischenversionen heißen in der Dokumentation SaaS- oder Online-Versionen, erscheinen alle zwei bis drei Monate und lösen auf Odoo Online eine Pflicht wenige Wochen nach der nächsten Version aus.
  • Erweiterter Support wird auf Odoo Online eingeplant. Auf dieser Plattform gibt es ihn nicht; ein fälliges Upgrade führt Odoo ohne Ihr Zutun aus.
  • Die Zielversion wird allein nach der Sechs-Monats-Regel gewählt. Mit Abonnement kommt nur eine der drei zuletzt veröffentlichten Hauptversionen infrage; die Support-Übersicht stellt den Vorrang des Vertrags ausdrücklich klar.
  • Eigene Module werden erst nach dem Support-Ende angefasst. Fehlt der Quellcode für die Zielversion, beginnt kein Upgrade.

So gehen Sie vor

  1. Notieren Sie die Hauptversion Ihrer Datenbank und suchen Sie sie in der Support-Übersicht; dort steht das Datum für das Ende des Standard-Supports.
  2. Ordnen Sie Ihr Hostingmodell zu: Auf Odoo Online ist ein Upgrade verpflichtend (alle zwei Jahre je Hauptversion), auf Odoo.sh haben Sie nach dem Support-Ende zwei weitere Jahre Zeit für den Wechsel, bei eigener Installation können Sie auf der Version bleiben.
  3. Bestimmen Sie die Zielversion innerhalb der abgedeckten Versionen und fordern Sie früh eine Testdatenbank an; wie das je Hostingmodell geht, steht in Odoo-Upgrade: Ablauf.
  4. Klären Sie vor dem Wechsel, wer den Quellcode Ihrer eigenen Module und Studio-Anpassungen für die Zielversion anpasst.
  5. Rechnen Sie den Zuschlag und die Wartungsgebühr für abgedeckte Zusatzmodule nach Ziffer 5.1 in Ihre Kostenplanung ein.
  6. Legen Sie den Termin vor dem Support-Ende Ihrer Version fest und tragen Sie ihn als Prüftermin ein. Die Variante ohne Abonnement beschreibt Community-Upgrade.

Häufige Fragen

Wir arbeiten auf einem eigenen Server. Müssen wir trotzdem upgraden?

Nein, nicht wegen einer Frist: Die Upgrade-Dokumentation lässt Sie dort unbegrenzt auf einer Version bleiben, auch wenn sie das nicht empfiehlt. Zwei Vertragsfolgen bleiben: Sind Sie nicht auf einer abgedeckten Version, kann Odoo Sie zur Fehlerbehebung auf eine solche verweisen (Ziffer 4.1), und für eine Datenbank, die älter ist als die drei zuletzt veröffentlichten Hauptversionen, fällt der Zuschlag nach Ziffer 5.1 an.

Was kostet der erweiterte Support?

Die Support-Übersicht nennt dazu nur, dass er einen zusätzlichen Betrag kostet; einen Preis führt die Seite nicht, er steht in Ihrer Vereinbarung. Auf Odoo Online gibt es ihn gar nicht; dort führt Odoo ein fälliges Upgrade zum angekündigten Termin ohne Ihr Zutun aus.

Können wir von Version 16 direkt auf Version 20 wechseln?

Ja. Ein Upgrade überspringt Zwischenversionen; die Dokumentation nennt als Beispiel den Weg von 16.0 auf 18.0. Bei laufendem Abonnement muss das Ziel aber eine neuere abgedeckte Version sein, also eine der drei zuletzt veröffentlichten Hauptversionen. Stand Oktober 2026 sind das 20, 19 und 18; Version 17 erfüllt die Sechs-Monats-Regel der Support-Übersicht, gehört aber nicht mehr dazu.

Gilt die Upgradepflicht auch für die Zwischenversionen auf Odoo Online?

Ja. Die Upgrade-Dokumentation verlangt für eine Datenbank auf einer Zwischenversion (dort SaaS- oder Online-Version genannt) ein Upgrade wenige Wochen nach dem Erscheinen der nächsten Version; Zwischenversionen kommen alle zwei bis drei Monate heraus und sind für den erweiterten Support nicht zugelassen. Ohne Ihr Zutun führt Odoo das Upgrade zum angekündigten Termin aus.

Quellen

  1. Standard and extended support (Dokumentation 20.0)Odoo S.A. · abgerufen am
  2. Upgrade (Dokumentation 20.0)Odoo S.A. · abgerufen am
  3. Upgrade a customized database (Dokumentation 20.0, Entwicklerdokumentation)Odoo S.A. · abgerufen am
  4. Odoo Enterprise Subscription Agreement, Version 13 vom 24. September 2026Odoo S.A. · abgerufen am
  5. Release Notes (Version 20, veröffentlicht im September 2026)Odoo S.A. · abgerufen am